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Weitere Millionen für Wasserstoffausbau der Heidekrautbahn

Eberswalde (dpa/bb) – Das Land Brandenburg schießt zum Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur rund um die Heidekrautbahn weitere Millionen nach. Die Umsetzung des Vorhabens werde mit zusätzlichen 2,3 Millionen Euro unterstützt, hieß es in einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums. Die zusätzliche Unterstützung wurde demnach nötig, da globalen Krisen und Lieferengpässe die Kosten für das Projekt verteuerten. 

Bahn fährt mit Wasserstoff

Die Züge der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) wurden auf der Strecke der Heidekrautbahn auf wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Triebzüge umgestellt. Der Landkreises Barnim will zudem Busse und Müllfahrzeuge sukzessive auf Wasserstoffbetrieb umstellen. Dafür ist unter anderem eine Tankinfrastruktur nötig, die weiter errichtet wird.

Infrastruktur weist noch Lücken auf

Die Gesamtinvestitionen für die Wasserstoff-Umrüstung belaufen sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums auf rund 116 Millionen Euro. «Mit der Erweiterung des Zuwendungsbescheids und der damit verbundenen Mittelerhöhung kann die NEB die notwendigen Voraussetzungen für den Betrieb ihrer Wasserstoffzüge schaffen. Vor allem der Umbau des Betriebsgeländes in Basdorf ist für die Wartung und Instandhaltung der neuen Wasserstofffahrzeuge enorm wichtig», sagte Sven Tombrink, Prokurist der Niederbarnimer Eisenbahn AG.

Die Bahnverbindung im Norden von Berlin war durch den Mauerbau 1961 unterbrochen worden. Die Reaktivierung der Heidekrautbahn ist Teil des Investitionsprogramms i2030 für den Schienenausbau in der Hauptstadtregion. Vom Bahnhof Wilhelmsruh soll die Heidekrautbahn in Zukunft auch an den Bahnhof Gesundbrunnen angebunden werden. Beim Spatenstich war noch das Ziel genannt worden, dass 2023 wieder Züge auf der Strecke fahren.

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