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Bäume profitieren im trockenen Frühling von tiefen Wurzeln

Wiesbaden (dpa/lhe) – Hessens Wälder haben zwar unter den zurückliegenden Dürrejahren gelitten – die jetzige Frühlingstrockenheit ist allerdings laut Naturschützern vorerst keine große neue Gefahr für sie. «Bäume holen aus tiefen Bodenschichten ihr Wasser», erklärt Berthold Langenhorst, Geschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) in Hessen. 

Für früh blühende Pflanzen mit kürzeren Wurzeln sei der gegenwärtige Regenmangel eher problematisch. Auch Landwirte hoffen laut dem Hessischen Bauernverband auf Niederschläge für ihr aufkeimendes Sommergetreide.

Die Wälder im Land sind gleichwohl insgesamt in schlechtem Gesundheitszustand. Die Folgen von Hitze und Trockenheit der zurückliegenden Jahre mit Schäden durch Käfer und Pilze setzen ihnen zu. Im vergangenen November hatte Forstminister Ingmar Jung (CDU) mitgeteilt: «Die Wetterextreme der vergangenen Jahre schwächen und verändern unseren Wald in rasantem Tempo.» Die Wiederbewaldung der großen Schadflächen und der Aufbau klimastabiler Wälder mit geeigneten Baumarten würden konsequent fortgeführt. Das Spektrum empfohlener Baumarten solle erweitert werden.

Hessen ist neben Rheinland-Pfalz das waldreichste Bundesland.

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