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Schwerin (dpa/mv) – Mecklenburg-Vorpommern hat mit einer durchschnittlichen Temperatur von 17,8 Grad Celsius einen warmen Sommer erlebt. Das geht aus aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor. Die Durchschnittstemperatur liege damit um 1,5 Grad höher als der langjährige Mittelwert von 16,3 Grad.

Bundesweit haben die Meteorologen des DWD eine Mitteltemperatur von 18,3 Grad gemessen, das seien 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961–1990 (16,3 Grad). Der 2. Juli sei in Mecklenburg-Vorpommern der heißeste Tag des Jahres gewesen; im Binnenland stiegen die Höchstwerte demnach auf ungewöhnlich heiße 35 bis 37 Grad. Den bundesweiten Spitzenwert meldete demnach Andernach am Mittelrhein in Rheinland-Pfalz mit 39,3 Grad. 

Danach sei das Wetter im Juli in eine sehr wechselhafte und nasse Phase gekippt, sodass der Monat im Nordosten nahezu doppelt so viel Niederschlag gebracht habe wie im Mittel. Im August sei dann eine wochenlange Trockenheit gefolgt, so der DWD.

Deutlich mehr Sonne und Regen

Insgesamt habe sich der Flächenniederschlag im Nordosten auf 216 Liter pro Quadratmeter summiert. Das sei deutlich mehr als das langjährige Mittel von 187 Litern. Die Sonne schien in Mecklenburg-Vorpommern 708 Stunden – auch das ist deutlich mehr als der Durchschnitt von 676 Stunden.

Bundesweit sei der Sommer 2025 von zwei markanten Hitzewellen geprägt gewesen, die durch eine wechselhafte, teils relativ kühle und ausgesprochen nasse Juli-Phase unterbrochen worden seien. «Dadurch konnte die Trockenheit spürbar gemildert werden, während sich die Sonnenscheindauer deutlich über dem Klimamittel einordnete», erklärte der DWD. 

Zum Vergleich in Norddeutschland: Mit einer Durchschnittstemperatur von 17,3 Grad Celsius ist Schleswig-Holstein in diesem Sommer deutschlandweit das kühlste Bundesland gewesen. Dennoch liegt der Wert um 1,5 Grad über dem langjährigen Mittelwert von 15,8 Grad, so der DWD. Am 2. Juli meldete die Gemeinde Grambek im Kreis Herzogtum Lauenburg die höchste Temperatur im Bundesland mit 37,6 Grad.

Der Sommerniederschlag in Schleswig-Holstein summierte sich in der Fläche auf 265 Liter pro Quadratmeter, das ist deutlich mehr als das langjährige Mittel von 222 Litern. Die Sonne schien im Land zwischen den Meeren 665 Stunden, 20 Stunden mehr als im Durchschnitt (645). Am sonnigsten zeigte sich der Südwesten Deutschlands, wo zum Teil fast 800 Sonnenstunden registriert wurden.

Hamburg erlebte im Sommer 2025 eine mittlere Temperatur von 18,0 Grad – 1,5 Grad mehr als der langjährige Mittelwert von 16,5 Grad. Die höchste Temperatur wurde am 2. Juli mit 36,2 Grad gemessen. Mit rund 255 Liter pro Quadratmeter fiel mehr Niederschlag als im Mittel (218 Liter). Die Sonne schien rund 645 Stunden (Mittelwert 618 Stunden).