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Energieministerium über Bayerns Stromtrassenpläne erstaunt

Erfurt (dpa/th) – Das Thüringer Energieministerium hat sich über Pläne für eine neue Stromtrasse durch den Freistaat nach Bayern erstaunt gezeigt. «Wir werden die Aussagen von Minister Aiwanger prüfen und dazu mit der Bundesnetzagentur sprechen. Die gemeinsame Informationsplattform, die für alle Länder Orientierung bietet, kennt die von Minister Aiwanger vorgestellte Variante nicht», teilte das Ministerium am Samstag mit. «Solche einseitigen Vorstöße wie jetzt von Minister Aiwanger tragen jedenfalls nicht zu einer guten, gemeinsamen Vorgehensweise bei.» Zuvor hatte das «Freie Wort» darüber berichtet.

Der bayerische Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte vor wenigen Tagen über eine Planung der Bundesnetzagentur in Bayern informiert. Diese sieht demnach eine weitere oberirdische Leitung mit dem Titel P540 von Schalkau (Landkreis Sonneberg) nach Bayern vor. Auf einer Illustration des bayerischen Energieministeriums ist allerdings zu lesen, dass der Leitungsverlauf noch nicht feststehe.

Frühere Vorschläge der Netzagentur für die Anbindung Bayerns hatten die Trasse P44 von Thüringen aus nach Grafenrheinfeld bei Schweinfurt vorgesehen. Diese Pläne wurden aber verworfen.

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