Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Razzien wegen organisierter Umweltkriminalität und der illegalen Entsorgung belasteter Böden werden kommende Woche noch einmal Thema im Landtag. Die SPD-Fraktion hat einen mündlichen Bericht im Umweltausschuss beantragt. Die Landesregierung soll unter anderem sagen, welche illegalen Abfalllagerstätten bisher bekannt sind.
Über 300 Ermittler waren am Dienstag ausgerückt. Sie hätten an «39 Türen geklopft, dazu gehören Wohnungen, aber auch Geschäftsräume von Firmen in Nordrhein-Westfalen», so NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nach dem Einsatz. 30 Beschuldigte sollen die Entsorgung belasteter Böden teuer abgerechnet und sie dann billig verklappt haben, unter anderem auch im Tagebau Garzweiler.
Razzien auch an Seen
Da es auch Razzien nahe Kiesgruben und Seen am Niederrhein gegeben habe, fragt die SPD nach weiteren Orten, an denen Böden außer am Tagebau Garzweiler abgekippt worden sein könnten. Zudem will die Opposition laut dem Antrag für den Umweltausschuss wissen, was die Landesregierung tut, «um nun langfristige Umweltschäden aus den bekanntgewordenen Fällen abzuwenden».