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Sachsenforst pflanzt fünf Millionen Bäume im Staatswald

Dresden (dpa/sn) – Sachsenforst will in diesem Jahr rund fünf Millionen junge Bäume im sächsischen Staatswald pflanzen. «Die Erneuerung unserer Wälder ist von entscheidender Bedeutung, um auch in Zukunft eine nachhaltige Nutzung des wertvollen Rohstoffs Holz zu gewährleisten», sagte der sächsische Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU). Zudem gehe es darum, die vielfältigen Ökosystemleistungen des Waldes dauerhaft für die Gesellschaft zu erhalten. Der Freistaat investiert dafür rund 15 Millionen Euro.

Die milden Temperaturen haben die Pflanzarbeiten vielerorts bereits gut voranschreiten lassen, wie der Staatsbetrieb mitteilte. Sorgen bereiten jedoch die geringen Niederschläge – ein erheblicher Teil der Arbeiten musste deshalb in den Spätsommer und Herbst verlegt werden.

Vor allem Laubbäume im Fokus

Demnach sind rund 75 Prozent der Neupflanzungen Laubbäume, darunter vor allem Rotbuchen (30 Prozent), Trauben- (18 Prozent) und Stieleichen (12 Prozent). Bei den Nadelhölzern spielt die Weißtanne eine zentrale Rolle, insbesondere in den Mittelgebirgslagen. Insgesamt werden Pflanzungen und Waldsaaten auf einer Fläche von rund 1250 Hektar realisiert. Auch natürliche Verjüngung soll zum Aufbau stabiler Mischwälder beitragen. 

Die Pflanzungen stoßen jedoch auf Herausforderungen – vor allem wegen der begrenzten Verfügbarkeit von Saatgut. Trockenjahre und Frostereignisse hätten etwa bei der Eiche zu erheblichen Engpässen geführt, erklärte der Leiter des Forstbetriebs Sachsenforst, Thomas Rother. Der Bedarf sei hoch, da Waldbesitzer landesweit geschädigte Flächen wiederaufforsten müssten.

Wasser, Wild und Wachstumsprobleme

Sachsenforst betreibt drei eigene Baumschulen und zieht dort rund 1,8 Millionen Pflanzen selbst heran. Ergänzt wird das Angebot durch private Forstbaumschulen. Das Saatgut stammt aus speziellen Beständen und wird in der Samendarre Flöha aufbereitet.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für das Anwachsen der Jungbäume bleibt Rother zufolge die Versorgung der Wurzeln mit Wasser. «Der Winter war im Vergleich zum Durchschnitt der letzten Jahre deutlich zu trocken.» Auch Wildverbiss – etwa durch Rehe oder Hasen, die Triebe und Knospen fressen – stelle eine ernsthafte Gefahr dar. Eine waldverträgliche Wilddichte durch gezielte Bejagung sei daher unerlässlich, um den langfristigen Erfolg der Maßnahmen zu sichern.

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