Hamburg (dpa/lno) – Mit einer Durchschnittstemperatur von 17,3 Grad Celsius ist Schleswig-Holstein in diesem Sommer deutschlandweit das kühlste Bundesland gewesen. Dennoch liegt der Wert um 1,5 Grad über dem langjährigen Mittelwert von 15,8 Grad Celsius. Das geht aus Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) hervor.
Bundesweit lag nach Angaben des DWD die durchschnittliche Temperatur in diesem Sommer bei 18,3 Grad und damit um 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961–1990 (16,3 Grad). Gegenüber der aktuellen Vergleichsperiode 1991–2020 (17,6 Grad) habe man ein Temperaturplus von 0,7 Grad gemessen.
Den bundesweiten Spitzenwert an einem Tag meldete Andernach am Mittelrhein in Rheinland-Pfalz mit 39,3 °C. In Schleswig-Holstein wurde am 2. Juli in der Gemeinde Grambek im Kreis Herzogtum Lauenburg die höchste Temperatur im Bundesland mit 37,6 Grad gemessen.
Der Regen im Sommer in Schleswig-Holstein summierte sich in der Fläche auf nasse 265 Liter pro Quadratmeter, das war deutlich mehr als das langjährige Mittel von 222 Litern.
Die Sonne schien länger als im langjährigen Mittel
Die Sonne schien im Land zwischen den Meeren 665 Stunden, 20 Stunden mehr als im Durchschnitt (645). Am sonnigsten zeigte sich der Südwesten Deutschlands, wo zum Teil fast 800 Stunden registriert wurden.
Der Sommer 2025 sei bundesweit von zwei markanten Hitzewellen geprägt gewesen, die durch eine wechselhafte, teils relativ kühle und ausgesprochen nasse Juli-Phase unterbrochen wurden. Dadurch konnte die Trockenheit spürbar gemildert werden, während sich die Sonnenscheindauer deutlich über dem Klimamittel einordnete, erklärt der DWD.
Zum Vergleich in Norddeutschland: Hamburg erlebte im Sommer 2025 eine mittlere Temperatur von 18,0 Grad – 1,5 Grad mehr als der langjährige Mittelwert von 16,5 Grad. Die höchste Temperatur wurde am 2. Juli mit 36,2 Grad gemessen. Mit rund 255 Liter pro Quadratmeter fiel mehr Niederschlag als im Mittel von (218 Liter) und die Sonne schien rund 645 Stunden (618 Stunden).
Mecklenburg-Vorpommern hatte einen Schnitt von 17,8 Grad (16,3 Grad) im Sommer. Auch hier war der 2. Juli der heißeste Tag des Jahres. Im Binnenland stiegen die Höchstwerte an diesem Tag auf ungewöhnlich heiße 35 bis über 37 Grad. Der Niederschlag im Nordosten summierte sich auf 216 Liter pro Quadratmeter (187 Liter), die Sonne schien rund 708 Stunden (676 Stunden).