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Verdi-Chef: Bei Streiks geht es um eine echte Verkehrswende

Berlin (dpa) – Bei der bundesweiten Warnstreikwelle im Nahverkehr stehen zum Höhepunkt am 1. März nicht nur bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte, sondern auch der Klimaschutz im Fokus. «Es geht darüber hinaus vor allem darum, den ÖPNV als maßgeblichen Verkehrsträger zukunftsfähig zu gestalten und damit die entscheidenden Weichen für eine erfolgreiche Verkehrswende zu stellen», äußerte der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, in einer Mitteilung an die dpa.

Davon profitierten nicht nur die Beschäftigten und Fahrgäste, sondern langfristig auch das Klima. Für heute sind ÖPNV-Warnstreiks in Teilen Niedersachsens, Thüringens und Brandenburgs angekündigt.

Unterstützung von Fridays For Future

Die Klimagruppe Fridays For Future (FFF) unterstützt die Gewerkschaft, die zur Arbeitsniederlegung aufgerufen hatte, am Freitag mit Demonstrationen in rund 100 Städten. Fridays-For-Future-Aktivistin Luisa Neubauer betonte, dass die Gruppe Seite an Seite mit Verdi «für Klimaschutz, eine echte Verkehrswende und längst überfällige Investitionen im ÖPNV» kämpfe. «Statt Sparpolitik von vorgestern braucht es jetzt Investitionen für das Land und die Leute und das Klima», fügte Neubauer hinzu. Nirgends scheitere die Politik in der Klimakrise so sehr wie im Verkehrssektor. «Ein Winter voller Überflutungen mit gravierenden Folgen für Privathaushalte und die Landwirtschaft sind die Folgen, wenn man nur einmal auf Deutschland schaut.»

Werneke forderte: «Der Bund muss die Kommunen entlasten und endlich nachhaltig in den ÖPNV investieren.» In den Tarifverhandlungen, die derzeit in allen Bundesländern außer Bayern laufen, verlangt Verdi für die Beschäftigten unter anderem kürzere Arbeitszeiten ohne finanzielle Einbußen, längere Ruhezeiten zwischen einzelnen Schichten, mehr Urlaubstage oder mehr Urlaubsgeld.

Verdi und FFF arbeiten bereits seit einiger Zeit zusammen, unter anderem in der Verkehrs-Kampagne «Wir fahren zusammen». Auch beim Warnstreik Anfang Februar mischten sich an Streikposten junge Aktivistinnen und Aktivisten unter die Beschäftigten.

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