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Waldschäden in Thüringen nehmen zu

Erfurt (dpa/th) – Die klimabedingten Waldschäden haben sich in Thüringen weiter vergrößert. Die Schadfläche im Freistaat ist demnach von bisher rund 111.000 auf nunmehr 121.000 Hektar angestiegen, wie aus neuen Zahlen von Forstministerin Susanna Karawanskij (Linke) hervorgeht. Dies entspreche einem Zuwachs innerhalb eines halben Jahres von knapp zehn Prozent, so die Ministerin anlässlich eines fachpolitischen Dialoges der Waldbesitzerverbände und der Landesforstanstalt am Dienstag in Erfurt. Von den Schäden seien Privat-, Staats- und Kommunalwald gleichermaßen betroffen.

Die Schadflächen finden sich den Angaben nach nicht nur auf fichtendominierten und vom Borkenkäfer betroffenen Standorten, sondern auch in nicht forstwirtschaftlich genutzten Wäldern wie dem Nationalpark Hainich. Dort gebe es massive Schäden aufgrund von Trockenheit.

Erhebungen der Landesforstanstalt zeigen, dass sich rund die Hälfte der Schadflächen natürlich verjüngt. Auf der anderen Hälfte sollen durch neue Anpflanzungen klimastabile Mischwälder entstehen. Das kostet viel Geld. Das Land unterstützt den Waldumbau und die Wiederbewaldung bis 2030 mit insgesamt rund einer halben Milliarde Euro. In Thüringen gibt es rund 180.000 Waldbesitzer.

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