Close

Hütscheroda (dpa/th) – Das Wildkatzendorf Hütscheroda im Wartburgkreis ist in die Hauptsaison gestartet. «Wir haben nun wieder sieben Tage die Woche von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet und bieten interessante Umweltbildungsangebote, Familienveranstaltungen und Naturführungen rund um Wildkatze, Luchs und Co. an», sagte Katrin Vogel, Geschäftsführerin der Wildtierland Hainich gGmbH, die das Wildkatzendorf betreibt.

Im Wildkatzendorf am Rande des Nationalparks Hainich werden in großzügigen und naturnahen Gehegen derzeit fünf Wildkatzen gehalten. Zudem ist dort seit 2019 ein Luchspärchen beheimatet. Ab Mai kommt laut Vogel ein Schauterrarium mit Gelbbauchunken hinzu. Die kleinen Froschlurche gelten hauptsächlich durch den Verlust geeigneter Laichgewässer als gefährdet. 

«Wir sind eine Naturschutzeinrichtung und kein Zoo», betonte Vogel. Für die jährlich bis zu 30.000 Besucher – unter denen viele Schulklassen und Kitagruppen sind – bieten Tierpfleger mehrmals täglich moderierte Schaufütterungen an. Zum Programm des im April 2012 eröffneten Wildkatzendorfes gehörten beispielsweise auch Familienfeste, thematische Wanderungen und Kindercamps.

Luchse auf dem Weg in die Freiheit

In Hütscheroda werden laut Vogel Luchse auf die Auswilderung vorbereitet. Dafür gibt es ein spezielles Gehege, das für Besucher nicht sichtbar sei und das derzeit zwei Tiere beherberge. Aus eigener Zucht sind laut Vogel in den vergangenen Jahren neun der streng geschützten Raubkatzen mit den charakteristischen Fellpinseln an den Ohren etwa im Thüringer Wald, im Erzgebirge, in Norditalien und Österreich ausgewildert worden. Auch aus anderen Gehegen und Zoos wie aus Belgien und der Schweiz werden die scheuen Katzen im Wildkatzendorf auf ein Leben in Freiheit vorbereitet.

Mehr insights