Mainz (dpa/lrs) – Der Ausbau der Windenergie in Rheinland-Pfalz hat nach Darstellung des Verbands kommunaler Unternehmen auch im ersten Quartal 2025 bei weitem die Ziele verfehlt. Zwar seien fünf neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 32 Megawatt errichtet worden, sagte der Geschäftsführer der entsprechenden Landesgruppe, Michael Bleidt. Zugleich seien aber 13 Anlagen mit einer Leistung von 20 Megawatt zurückgebaut worden. Damit habe der Nettozuwachs nur bei zwölf Megawatt gelegen.
Meilenweit vom Klimaschutzziel entfernt
Pro Quartal müssten Windenergieanlagen mit einer Leistung von etwa 200 Megawatt in Betrieb genommen werden, damit das Klimaschutzziel bis 2030 erreicht werden könne. «Davon sind wir nach wie vor meilenweit entfernt», sagte Bleidt.
Bleidt: Auflagen müssen abgebaut werden
Die Auflagen und Betriebseinschränkungen aus dem Natur- und Artenschutz, der Flugsicherung sowie dem Denkmalschutz müssten abgebaut und die Genehmigungsverfahren noch einmal beschleunigt werden, forderte Bleidt.
«Nur das führt dazu, dass sich Kommunen und kommunale Unternehmen noch einmal konsequent auf den Weg des Windenergieausbaus machen und unsere Ziele im Klimaschutz erreicht werden können.»
Klimaschutzministerium weist Kritik zurück
«Das Jahr ist noch zu frisch, um bereits eine Bewertung abzugeben», heißt es dagegen im Klimaschutzministerium in Mainz. Die Tendenz aus dem vergangenen Jahr zeige klar aufwärts. So seien 2024 erstmals deutlich mehr als 500 Megawatt an Windenergieleistung neu genehmigt worden, so viel wie noch nie zuvor in einem Jahr.