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Winter in Hessen zu nass und mit 4,1 Grad zu warm

Offenbach (dpa/lhe) – Der Winter in Hessen war deutlich zu mild und zu nass. Das berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Main am Mittwoch. Die Auswertung ergab 2023/24 eine Durchschnittstemperatur von 4,1 Grad. Für Hessen lag der Mittelwert der internationalen Referenzperiode vom Jahr 1961 bis zum Jahr 1990 bei 0,3 Grad – also 3,8 Grad niedriger als in diesem Winter. Dieser Vergleich ermöglicht den Meteorologinnen und Meteorologen zufolge eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels.

Herausragend warm war im Winter der Februar. Wie die Auswertung des DWD ergab, lag die Durchschnittstemperatur mit 6,8 Grad um ganze 6,2 Grad höher als im Referenzzeitraum. Insgesamt habe es in diesem Winter ungewöhnlich viele Tage mit Höchstwerten von über zehn Grad gegeben. Beispielsweise lag die Temperatur in Frankfurt an 42 Tagen über diesem Wert – ein Rekord.

Mit 255 Liter pro Quadratmeter Niederschlag habe dieser hessenweit im Winter auch über dem Durchschnitt von 193 Litern gelegen. Besonders viel geregnet habe es im Februar. Unter den in diesem Monat gefallenen 87 Litern pro Quadratmeter habe Schnee zudem ungewöhnlicherweise selbst in den Hochlagen keine Rolle gespielt.

Besonders wegen des recht freundlichen Januars schien die Sonne in diesem Winter den Angaben des DWD zufolge rund 145 Stunden statt den durchschnittlichen 136 Stunden. Im Februar wurde es wieder trüber und die Sonne schien nur 54 statt der durchschnittlichen 69 Stunden lang.

Der DWD bilanziert zudem die vielen Wetterereignisse im Winter. Nach dem Hochwasser um die Weihnachtszeit herum in Mittel- und Nordhessen kam ein schneereicher und von Glatteis geprägter Januar und abschließend ein rekordmilder Februar.

Die hessische Bilanz reiht sich somit in den Deutschlandtrend ein. So habe die Temperatur im Winter 2023/24 durchschnittlich mit 4,1 Grad um 3,9 Grad über dem Wert der Referenzperiode gelegen.

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